Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine (Auszug)

 

Die Beratungsbefugnis eines Lohnsteuerhilfevereines ist im § 4 Nr.11 des Steuerberatungsgesetzes geregelt.

 

Somit dürfen Sie Mitglied im Lohnsteuerhilfeverein werden, sofern folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Lohn, Gehalt)
  • sonstige Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen (z.B. Renten, Pensionen)
  • Einkünfte aus Unterhaltsleistungen (vom geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten) 

Zudem kommen:

  • Nebeneinnahmen aus Mieten, Zinsen oder Spekulationen sofern diese                          bei Ledigen 13.000,- € und bei Verheirateten 26.000,- €, nicht überschreiten.

 

Bei nichtselbständigen Einkünften und Renten unterliegen wir keiner Begrenzung.

Folgende Einkunftsarten dürfen nicht von Lohnsteuerhilfevereinen betreut werden:

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb und
  • Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit sowie
  • umsatzsteuerpflichtige Einkünfte

 

Lohnsteuerhilfevereine sind Selbsthilfeeinrichtungen von Arbeitnehmern und demgemäß nur zur Hilfeleistung in Steuersachen für ihre Mitglieder befugt (§ 13 Abs. 1 StBerG).

Die Hilfeleistung darf nur unter den in § 4 Nr. 11 StBerG genannten Voraussetzungen erfolgen. Sie schließt die Vertretung vor dem Finanzgericht ein, erstreckt sich jedoch nicht auf die Vertretung vor dem Bundesfinanzhof.